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Zeit für
20 Jahre Deutsche Einheit: Zwei Hannoveraner, die in der ehemaligen DDR zu Hause waren, erinnern sich.
Und auch Wessis setzen auf Ostgefühle.
Von Stefanie Kaune
Zwei Jahrzehnte deutsche Einheit sind auch in Hannover ein Grund, ein wenig in Ostalgie zu schwelgen. Das geht natürlich am besten, wenn man sich mit Trabi, Plastegeschirr oder Schlagbaum eine Art kleines Ost-Disneyland schafft. Und das ist in diesen Tagen gleich an drei Orten zu erleben: in der HBX-Brauerei am Aegi, im Küchenmuseum in der Spichernstraße und auch wieder bei der schon tarditionellen "Einheizparty" im Lindener Klub bei Chéz Heinz.
Mit VEB-Herd und Alubesteck: Carl-Werner Möller - Hof zum Berge hat in seinem WOK-Museum gerade eine DDR-Küche aus den siebziger Jahren eingerichtet.
Während in dem Lindener Klub und in der Brauerei nach dem Einheitstag wieder Schluss ist mit der Ost-Erinnerung, bleibt sie im Küchenmuseum "Word of Kitchen" (WOK) von nun an dauerhaft erhalten: Museumsdirektor Carl-Werner Möller - Hof zum Berge und sein Team haben gerade neben der bereits bestehenden West-Küche aus den siebziger Jahren das östliche Pendant aufgebaut. "Wir hatten den Plan schon länger und haben bei der Einrichtung des Museums im Frühjahr extra einen Platz dafür freigehalten", berichtet Möller Hof zum Berge.
Nun sind im Museum alte Küchenherde des VEB Berlin-Köpenick oder die sogenannten DKK-Absorberkühlschränke ebenso zu sehen wie Platzdeckchen aus der berühmten "Plaste aus Elaste" oder Besteck aus Aluminium. "Das ist so leicht, dass es in Wasser schwimmt", sagt Möller Hof zum Berge.
Auf der Suche nach Exponaten hat er auch drei Flaschen "Apfel-Tischwein" aus den Siebzigern aufgetrieben, die früher an Belegschaften der volkseigenen Betriebe verschenkt wurden. Entkorkt werden sie aber natürlich nicht mehr.
Geöffnet ist das Museum mittwochs bis sonntags von 11 bis 19 Uhr, es kann nur mit Führung besichtigt werden. Anmeldungen unter:
Telefon (0511) 543 00 858
Email: wokmuseum@aol.com .
